Bitcoin erreicht den niedrigsten Stand seit Juni. Der Kryptowährungsmarkt wird durch das US-Kreditereignis beeinträchtigt

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Der Preisverfall von Bitcoin auf den niedrigsten Stand seit Juni fiel mit der Eskalation des sogenannten Kreditereignisses auf dem US-Finanzmarkt zusammen. In diesem Zusammenhang wird damit eine Situation bezeichnet, in der Verluste in den Kreditportfolios regionaler Banken oder der Zahlungsausfall großer Kreditnehmer sichtbar werden, was zu einem starken Rückgang des Anlegervertrauens und einem Anstieg der Finanzierungskosten für den gesamten Sektor führt..

In den letzten Wochen wirkte die Insolvenz des Autoteileherstellers First Brands Group wie ein Katalysator und hinterließ Verbindlichkeiten in Milliardenhöhe. Das Unternehmen nutzte aggressives Factoring und verkaufte Rechnungen an Investoren wie Jefferies und UBS. Als der Geldfluss ausblieb, erlitten die Anleger massive Verluste – Jefferies beispielsweise gab ein Engagement von 715 Millionen Dollar bekannt. Infolgedessen stieg der Spread für Hochzinsanleihen auf 3,11 Prozent, was auf ein gestiegenes Kreditrisiko im gesamten Sektor hindeutet.

Die Insolvenz von First Brands löste einen Dominoeffekt aus – Anleger begannen, Aktien und Anleihen anderer Banken mit ähnlichem Risikoprofil zu verkaufen, etwa Zions Bancorporation und Western Alliance, und der Aktienkurs von JPMorgan fiel nach der jüngsten Abschreibung sogar. Bedenken hinsichtlich der Qualität der Vermögenswerte und der Liquidität erinnern an die Anfangsphase der Vertrauenskrise, die seit 2023 bekannt ist (SVB), und an frühere Phasen von LiquiditätsstressVon einem Bank Run ist allerdings noch nicht die Rede.

Steigende Kreditspreads und eine sich verschlechternde Finanzlage belasten risikoreiche Anlagen, darunter auch Kryptowährungen. Bitcoin, ein Instrument mit hoher Volatilität und Sensibilität gegenüber Liquiditätsschwankungen, reagiert mit einem Rückgang der Kreditstimmung.

Unter dem negativen Einfluss von Kreditstress

Auch der starke Anstieg der Marktzinsen – wir sprechen vom SOFR-Satz – hilft dem Markt für risikoreiche Anlagen nicht. Der SOFR-Satz stieg gestern auf 4,29 % und lag damit über der Obergrenze der Zinsspanne der Fed, was auf eine Verschärfung der finanziellen Bedingungen auf dem Geldmarkt hindeutet.Damit ist die letzte Zinssenkung der Fed zunichte gemacht worden und steigende Marktzinsen führen typischerweise zu Kapitalabflüssen aus risikoreichen Anlagen, da sie die Finanzierungskosten erhöhen.

Bitcoin und andere kryptowaluty Die Unternehmen scheinen gleichzeitig durch die plötzlich nach dem Betrugsfall First Brands aufgekommene Kreditkrise und nun auch durch die steigenden Kreditkosten auf dem US-Repo-Markt aufgrund niedriger Reserveniveaus negativ beeinflusst zu werden.

Es stellt sich natürlich die Frage: Was und wer kann tun, um einen Ansturm auf die Banken und eine Krise auf dem Repo-Markt zu verhindern? Zunächst muss das Ausmaß der Probleme bekannt sein – und dieses wird wahrscheinlich nur von Bankern und Fondsmanagern geschätzt. Zweitens könnte der Markt anfangen zu spekulieren, ob die Fed bald den Ankauf von Schatzanweisungen (Treasury Bills) starten wird (Operationen, die die kurzfristigen Zinssätze wieder auf das Zielniveau bringen sollen, nicht QE). Dies würde die Geldmarktlage normalisieren und einen der Auslöser der aktuellen Marktunsicherheit und -angst beseitigen: den starken Anstieg der Marktzinsen.